Fachhochschule Eberswalde

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Gründung

Die Gründung der heutigen Fachhochschule Eberswalde beruht auf den Gedanken der preußischen Regierung zu einer nachhaltigen Nutzung der Waldgebiete. Bereits am 27.März 1830 wird die Gründung der Schule als "Höhere Forstlehranstalt" in dem kleinen Ort Eberswalde beschlossen, da dieser durch seine Lage am Waldrand optimal für den Standort einer Forstschule schien.

Historie

Die Verwaltung und Leitung zu Beginn der heutigen Fachhochschule Eberswalde übernahm der bis dato bedeutendste Forstwissenschaftler in Norddeutschland, Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil. Seiner Philosophie von einer praxisbezogenen Forstausbildung sind der gegenwärtige Standort und die Ausbildungsschwerpunkte der heutigen Fachhochschule zu verdanken. Seine Amtszeit als Leiter der ehemals Königlich Preußischen Höheren Forstlehranstalt währte bis ins Jahre 1859, als er in den Ruhestand zurücktrat.
Im Jahre 1866 übernahm dann der ehemalige Student der Höheren Forstlehranstalt, Bernhard Danckelmann das Amt des Hochschulrektors. Unter ihm erlangte die heutige Fachhochschule Eberswalde Aufmerksamkeit in aller Welt, da Danckelmann unter anderem das forstliche Versuchswesen in Preußen einführte und eine wissenschaftliche Zentralstelle gründete, was in damaliger Zeit als Novum galt.
Nach Danckelmanns Rücktritt aus dem Rektorat im Jahre 1906, übernahm Prof.Dr. Alfred Möller dessen Stelle.
Möller gilt als Begründer der "Dauerwald-Theorie", wodurch der heutigen Fachhochschule Eberswalde erneut große Aufmerksamkeit zuteil wurde, zumal Möllers Theorie noch immer die Grundlage für den gegenwärtigen Forstbetrieb liefert.

Während des Zweiten Weltkrieges kam es zu einem quasi Ausfall des Lehrbetriebes, welcher nur noch notdürftig und geringfügig aufrechterhalten konnte. Diesen Zustand änderte Professor Johannes Schubert just nach Kriegsende, sodass er am 25. April 1946 den Lehrbetrieb wieder aufnahm. Die stetig aufstrebende Hochschule wurde jedoch 1963 auf Befehl der DDR-Regierung aus politischen Gründen geschlossen.
Erst nach 28 Jahren - genauer am 22. November 1991 - wurde die rechtsgültige Gründung der heutigen Fachhochschule Eberswalde als Hochschule für nachhaltige Entwicklung festgehalten.
Momentaner Präsident der Fachhochschule Eberswalde ist Prof. Dr. Wilhelm-Günther Vahrson.

Schwerpunkt

Die Studienschwerpunkte liegen aufgrund der Historie der Fachhochschule im Bereich der Forstwirtschaft, wobei die Studiengänge grob in vier Fachbereiche eingeteilt werden konnten. Zum Einen gibt es den Fachbereich Wald und Umwelt, den Fachbereich Landschaftsnutzung und Naturschutz, ebenso Holztechnik und zu guter Letzt den Fachbereich Wirtschaft. Unterteilt in diese vier unterschiedlichen Teilbereiche werden
gegenwärtig 16 Studiengänge angeboten.

Studentenzahl

An der Fachhochschule Eberswalde werden momentan ungefähr 1800 Studenten durch 50 Hochschullehrer ausgebildet und stellt damit die kleinste Fachhochschule Brandenburgs dar.

Besonderheiten

Als eine klare Besonderheit der Fachhochschule Eberswalde gilt die ländliche Lage und das damit verbundene praxisnahe Studium. Die Zielstellung der Hochschule gilt in besonderem Maße dem nachhaltigen Waldbau, aber ebenso dem Einklang zwischen dem ökologischen und dem ökonomischen Nutzen, sowie der sozialen Verantwortung im Umgang mit der Natur.

Weblink: http://www.hnee.de/Hochschule-fuer-nachhaltige-Entwicklung-Eberswalde-FH-E1016.htm

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