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Informationen zum "neuen" akademischen Titel: Bachelor of Education

Die so genannte Bologna-Reform hat auch den neuen Abschluss Bachelor of Education (kurz: B.Ed.) hervorgebracht. In sechs Semestern erwerben die Absolventen einen ersten berufsbefähigenden akademischen Grad. Als Lehrer arbeiten können sie damit zwar noch nicht. Es ergeben sich aber Chancen in Verwaltungen und im außerschulischen Betrieb, zum Beispiel bei der Organisation von Nachhilfe oder im sozialpädagogischen Bereich. In einigen Bundesländern können die Absolventen auch als so genannte Lernassistenten arbeiten.

In aller Regel besteht das Studium aus drei Bereichen. Fachwissenschaftlich wählen die Studenten zwei Fächer, ein Kern- und ein Zweitfach. Hinzu kommen Module aus dem didaktischen Bereich. Eine pädagogische Vertiefung ist aber erst im Masterstudium vorgesehen. Während der Ausbildung zum Bachelor of Education überwiegt der fachwissenschaftliche Anteil deutlich. Er liegt je nach Bundesland und Universität bei 75 bis 80 Prozent. Vorgesehen sind zudem mehrere Pflichtpraktika an Schulen, die teilweise die Voraussetzung dafür sind, später ein Masterstudium aufzunehmen. Bis zum Abschluss Bachelor of Education müssen die Studenten 180 Credits sammeln und eine Abschlussarbeit schreiben.

Eine weitere Veränderung: Im Lehramtsstudium mussten sich die Studenten bislang vom ersten Tag an nicht nur für eine Fächerkombination entscheiden, sondern auch für eine Schulform - Grundschule, Realschule, Gymnasium oder Berufsschule. Das ist mit dem Bachelor of Education einfacher. Die Studenten wählen, ob sie später Mathe und Physik oder Deutsch und Ethik unterrichten wollen. An welcher Schule - diese Richtung legen sie oftmals erst nach zwei Semestern fest.

Die Berufsverbände der Lehrer stellen sich bis heute vehement gegen die Umstellung auf das Bachelor/Master-System. Verbessert hat sich mit dem Bachelor of Education aber nicht nur die internationale Vergleichbarkeit des Abschlusses - sondern auch die innerhalb Deutschlands. Da Bildung Ländersache ist, obliegt es allein den Bundesländern, über die Inhalte des Lehramtsstudiums zu entscheiden, was Wechsel oft unmöglich machte. Der Master of Education kann nun bequem in einem anderen Bundesland absolviert werden.