Bei der klassischen Bewerbung, die postalisch versandt oder persönlich abgegeben wird, wird eine Bewerbungsmappe erstellt. Die Bewerbungsmappe sollte optisch bestechen, keine Knicke oder andere Beschädigungen aufweisen und praktisch handzuhaben sein: Sie hat Anschreiben, Lebenslauf (curriculum vitae bei Absolventen genannt), Bewerbungsfoto(s), Motivationsschreiben und Zeugnisse sowie Referenzschreiben (falls vorhanden) zu enthalten. Die Bewerbungsmappe lässt Rückschlüsse auf den Bewerber zu, was Sorgfalt und Ordnungsliebe betrifft: Enthaltene Kopien sollten nicht von minderer Qualität sein. Fehlerhafte Orthografie mindern ebenfalls die Jobchancen. Der erste Teil der Bewerbungsmappe ist das Bewerbungsschreiben: Es enthält Basisinformationen über den Bewerber, man soll begründen, warum das eigene Profil den Anforderungen des Stellenangebotes gerecht wird.
Ein weiterer essentieller Bestandteil der Bewerbungsmappe ist das Anschreiben: Der Personalverantwortliche der Firma, bei der man sich bewirbt, muss nach dem Lesen desselbigen überzeugt sein, dass man der Richtige für den Job ist. Das Anschreiben enthält Qualifikationen, Berufserfahrungen, sonstige Kenntnisse und den Grund, warum man gerade für das Unternehmen arbeiten möchte, für das man sich bewirbt. Wichtig sind hier auch die Soft Skills, der Bewerber zeichnet ein Persönlichkeitsbild von ihm selbst - deshalb sind hier Angaben, ob man an der Uni als Tutor gearbeitet oder in einem Verein ist, von Bedeutung. Man sollte darauf achten, dass das Anschreiben nicht länger sein sollte als eine DIN-A4-Seite und ein übersichtliches Layout aufweisen sollte. Das Anschreiben endet mit der Unterschrift des Bewerbers – bei einer Online-Bewerbung kann diese maschinell ersetzt werden.
Nach dem Anschreiben folgt der Lebenslauf - am besten man wählt den tabellarischen Lebenslauf, weil die Personalverantwortlichen aufgrund seiner Übersichtlichkeit mit diesem am meisten anfangen können. Der tabellarische Lebenslauf hat folgende Daten zu enthalten: Name und Kontaktdaten, persönliche Daten, Ausbildung (Schule, Universität), Praktika, beruflicher Werdegang, Zusatzqualifikationen sowie Ort, Datum und Unterschrift. Es sollten keine Lücken im Werdegang auftauchen, sollte dies doch der Fall sein, müssen sie angemessen erklärt werden. Der tabellarische Lebenslauf sollte idealerweise in eine linke und eine rechte Spalte aufgeteilt werden: In der linken Spalte stehen die Zeitangaben, in der rechten, was man gemacht hat. Was den Teilbereich Studium betrifft, sind die Noten natürlich interessant ( von Zwischenprüfungen, Vordiplom, Abschlussarbeit und Abschluss). Es sollte angegeben werden, welche Tätigkeiten man in den diversen Praktika verrichtet hat. IT- und Fremdsprachenkenntnisse sind ebenfalls im Lebenslauf anzuführen wie Soft Skills. Den Abschluss des Lebenslaufs bilden Ort, Datum und Unterschrift. Das Bewerbungsfoto ist rechts oben einzufügen.
Wenn man die erste Hürde geschafft hat und zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, gibt es immer noch einiges zu beachten: Wichtig ist, sich gut vorzubereiten. Der Bewerber sollte sich über sein künftiges Betätigungsfeld gut informieren - Aktives Zuhören ist ebenso essentiell wie die eigene Motivation, gerade für dieses Unternehmen arbeiten zu wollen und zu können, glaubhaft zu machen. Eigene Fragen des Bewerbers an das Unternehmen unterstreichen dessen Interesse. Zu jedem erfolgreichen Bewerbungsgespräch gehört eine Portion Selbstpräsentation, man sollte in Praktika verrichtete Arbeiten näher ausführen, und dabei die eigenen Kompetenzen herausstreichen, ohne arrogant zu wirken. In der Regel wird der Bewerber in Bezug auf seinen Lebenslauf auf Schwachstellen geprüft - wie etwa lange Studienzeiten. Darauf sollte man vorbereitet sein. Auch auf die Frage, welche Stärken und Schwächen man hat, sollte man antworten können. Auf die Frage hin, was der Gehaltswunsch sei, sollte man eine realistische Summe nennen können.
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