Private Krankenversicherung für Studenten

Gesetzliche oder private Krankenversicherung für Studenten – was ist besser?

Mit Beginn des Studiums haben Studenten die Wahl zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung. War der Student bislang Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung, kann er sich nun von der Versicherungspflicht befreien lassen und in die private Krankenversicherung wechseln.

Doch ist eine private Krankenversicherung überhaupt sinnvoll?

Die Antwort: ja!

So können die angehenden Akademiker schon frühzeitig ihre Wunschleistungen selbst zusammenstellen und erhalten außerdem ein besseres Leistungsniveau als in der gesetzlichen Krankenversicherung. Von preiswerten Tarifen können dabei vor allem Kinder von Beamten profitieren, für sie stellt die private Krankenversicherung eine sinnvolle Option dar. Die Wahl sollte allerdings nicht nur auf die günstigste, sondern auch auf eine leistungsstarke Versicherung fallen.

Welche Möglichkeiten stehen Studenten zur Verfügung?

Bevor es mit der Uni losgeht, müssen sich Studierende über ihre Krankenversicherung Gedanken machen. Mit Studienbeginn werden sie grundsätzlich versicherungspflichtig und müssen sich zunächst in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern. Ist eine Absicherung über die Eltern (Familienversicherung) nicht möglich, werden Studenten Mitglied in der studentischen Krankenversicherung und müssen den Beitrag der jeweiligen Krankenkasse zahlen.

Innerhalb von drei Monaten ab der Einschreibung können Studenten jedoch entscheiden, ob sie in die private Krankenversicherung wechseln möchten. Dafür müssen sie einen Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht stellen. Waren Studenten bislang privat versichert, fallen sie zunächst trotzdem unter die Versicherungspflicht und müssen sich ebenfalls befreien werden. Mit der entsprechenden Bestätigung durch die gesetzliche Krankenkasse können sie sich dann bei einem privaten Anbieter versichern.
Die Vor- und Nachteile der privaten Krankenversicherung

Die private Krankenversicherung bietet einige Vorteile und wenige Nachteile. Vor allem mit umfassenden Leistungen, die auf die individuellen Bedürfnisse angepasst werden.

Vorteile

- teilweise günstigere Tarife für Studenten: während der Studententarif bei der gesetzlichen Krankenversicherung zeitlich begrenzt ist, ist dieser bei der privaten Krankenversicherung von der Semester-Anzahl unabhängig und in der Regel bis zum Alter von 34 Jahren möglich
- Leistungen: freie Arztwahl, Kostenübernahme für Medikamente und Hilfsmittel, Übernahme der Kosten für Zahnersatz sowie Sehhilfen und Behandlungen beim Heilpraktiker
- Beitragsrückerstattungen: werden innerhalb eines Jahres keine Arztrechnungen eingereicht, erstatten einige Versicherer Geld zurück
- Beihilfe: Kinder von Beamten können von speziellen Beihilfe-Tarifen profitieren, die sehr günstig sind
Nachteile

- Kosten: einen Nachteil stellen die Kosten der privaten Krankenversicherung dar, wenn eine kostenfreie Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung möglich wäre

- Beihilfetarife nur bis 25 Jahre: wird der Student 25 Jahre, wird kein Kindergeld mehr gezahlt und die daran gebundene Beihilfe entfällt – damit sind keine Beihilfetarife mehr möglic- h und der Versicherungsbeitrag steigt
Entscheidung ist bindend

Hat sich der Student für die private Krankenversicherung entschieden, dann ist diese Entscheidung für die gesamte Zeit des Studiums bindend.

Ein Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung ist danach nur möglich, wenn eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit einem Bruttoeinkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze aufgenommen wird.

Private Krankenzusatzversicherung – Alternative zum Vollschutz

Studenten, welche die gesetzliche Krankenversicherung nicht verlassen möchten und dennoch einen besseren Versicherungsschutz wünschen, können auch eine private Krankenzusatzversicherung abschließen. Diese deckt dann ja nach Leistungsumfang Kosten ab, die von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht übernommen werden.

Ein Semester im Ausland studieren – Eine Auslandskrankenversicherung ist sinnvoll

Studenten zieht es gern in die Ferne. Ob ein Praktikum in Spanien oder auch ein Auslandssemester in den USA – eine Krankenversicherung für den Aufenthalt im Ausland ist unumgänglich.

Sind Studenten bereits Mitglied in der privaten Krankenversicherung, kann der Versicherungsschutz zumindest im europäischen Ausland in Anspruch genommen werden. Soll es jedoch über die Grenzen von Europa hinaus gehen, ist eine spezielle Auslandskrankenversicherung zu empfehlen, die auf die individuellen Bedürfnisse angepasst ist. Auch Studenten in der gesetzlichen Krankenversicherung profitieren von einer solchen Auslandskrankenversicherung, denn auch innerhalb Europas ist der Schutz durch die gesetzliche Krankenkasse nur eingeschränkt.

Wo kann man am besten vergleichen:
- studentenwerke.de

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