Helmut-Schmidt-Universität

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Auf Initiative des damals amtierenden Bundesministers für Verteidigung Helmut Schmidt wurde 1972 die „Hochschule der Bundeswehr Hamburg" gegründet. Im darauf folgenden Jahr begann der Studienbetrieb. Die Einrichtung dieser Hochschule war das Ergebnis eines Erlasses aus dem Jahr 1970 zur Neuordnung der Ausbildung in der Bundeswehr. Ziel war es, den Offiziersanwärtern im Rahmen ihrer zwölfjährigen Verpflichtungszeit ein Hochschulstudium zu ermöglichen. An der Universität sollte ausschließlich der Offiziersnachwuchs ausgebildet werden. Im September 1976 verließen die ersten Absolventen die Universität der Bundeswehr. In Würdigung der Verdienste des damaligen Verteidigungsministers Helmut Schmidt wurde die Universität im Dezember 2003 in „Helmut-Schmidt-Universität – Universität der Bundeswehr Hamburg" umbenannt.

Im Leitbild der Universität ist verankert, das sie die Attraktivität des Offiziersberufs steigern soll. Entscheidend dafür ist auch die Gleichstellung der Abschlüsse mit den Abschlüssen an anderen Universitäten. Die Helmut-Schmidt-Universität verfügt über das Habilitationsrecht und das Promotionsrecht. Für die Ausbildung der Offiziere stehen Studiengänge an vier Fakultäten zu Verfügung: Elektrotechnik, Maschinenbau, Geistes- und Sozialwissenschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Ab 2007 sind alle Studiengänge auf die gestuften Abschlüsse Bachelor und Master umgestellt. Der Regelabschluss für Offiziere der Bundeswehr ist der Master-Abschluss. Auch eine jährlich begrenzte Anzahl ziviler Studenten studiert seit dem Jahr 2002 an der Helmut-Schmidt-Universität. Dafür ist ein Industriestipendium eines Unternehmens oder Kooperationspartners der Bundeswehr erforderlich. Für die Studenten bedeutet ein solches Stipendium gleichzeitig auch eine Jobgarantie nach dem Studium.

An der Helmut-Schmidt-Universität studieren durchschnittlich 2000 Studenten, vorrangig Offiziere der Bundeswehr, die sich seit der Einstellung ab dem Jahr 2008 für mindestens 13 Dienstjahre verpflichtet haben. Die Institute und Fakultäten, die Hörsäle und die Laborbereiche sowie die Sport-und Freizeiteinrichtungen und die Mensa befinden sich im Campus der Universität in direkter Nähe zu den Wohnunterkünften. Die Bibliothek der Universität gehört bereits seit Jahren zu den besten Bibliotheken Deutschlands.

Zu den Besonderheiten der Helmut-Schmidt-Universität gehört die Einteilung der Studienjahre in Trimester von jeweils zwölf Wochen mit leicht erhöhten Wochenstunden. Für die Bachelor-Studiengänge beträgt die Regelstudienzeit sieben Trimester und für die Master-Studiengänge fünf Trimester. Alle Studiengänge werden als Intensivstudiengänge durchgeführt. Somit können pro Studienjahr bis zu 75 Leistungspunkte nach ECTS erworben werden. Damit ist der Master Abschluss in genau vier Jahren möglich. Ein Nebenfachstudium der interdisziplinären Studienanteile ist obligatorisch. Die Studenten der Bundeswehr erhalten während der Studienzeit weiterhin ihr volles Gehalt und sind damit finanziell abgesichert.

Weblink: www.hsu-hh.de

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