Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

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Gründung

Ein tatsächliches Gründungsdatum der Oldenburger Universität ist schwer zu benennen. Erste Lehrtätigkeiten an einem hochschulähnlichen Seminar gab es bereits 1793. In der Stadt wurden Lehrer ausgebildet. Dieser frühe Schwerpunkt hat sich bis heute gehalten. Schon wenige Monate nach Kriegsende des zweiten Weltkriegs (Oktober 1945) öffnete die Lehrerakademie in Oldenburg wieder ihre Tore. Der tatsächliche Entschluss, aus der Lehrerakademie eine Universität zu formen, erfolgte 1959. Die formelle Gründung der Universität zu Oldenburg erfolgte am 5.Dezember 1973.

Geschichte

Die Oldenburger nahmen den regelmäßigen Lehrbetrieb 1974 mit fast 2500 Studierenden auf. Die Carl von Ossietzky Universität gehört zu den Hochschulen der sogenannten zweiten Gründungswelle, mit der die Politik in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, dem Akademikermangel entgegenwirkte. Um den Namen begann von den Anfangstagen an ein wüster Kampf. Die niedersächsische Landesregierung lehnte Carl von Ossietzky ab. Zu heikel war den Politikern damals noch die Bezeichnung nach dem Widerstandskämpfer gegen Hitler.

Erst 1991 setzte der spätere Bundeskanzler und damalige Ministerpräsident Gerhard Schröder den heutigen Namen durch.

Schwerpunkte

Die Lehrerausbildung nimmt in Oldenburg noch immer den zentralen Rang ein. Insgesamt gliedert sich die Universität in fünf Fakultäten. Ab 2012 wird es möglich sein, mit Ausnahme der Sportwissenschaften, jede Fachrichtung (Lehramtsausbildung/ Pädagogik, Sozialwissenschaften, Wirtschafts-, Rechtswissenschaften, Informatik, Sprach- und Kulturwissenschaften, Human- und Gesellschaftswissenschaften, Mathematik und Naturwissenschaften, Medizin) an der Carl von Ossietzky Universität zu studieren.

Studierendenzahl

An der Carl von Ossietzky Universität sind derzeit fast 11000 Studenten eingeschrieben. Die Hochschule zählt etwa 1950 Mitarbeiter, davon haben 168 eine Professur inne. Mehr als 50 Prozent (zuletzt 6112) der Studentenschaft ist weiblich. 840 Studierende stammen aus dem Ausland.

Besonderheiten

Die Carl von Ossietzky Universität kooperiert mit einer Vielzahl sogenannter An-Institute, die zwar mit der Hochschule eng verbunden sind, aber formell eigenständig sind.

Die Oldenburger Universität wird außerdem immer wieder für sogenannte Laborprojekte verwendet. So stellte die Hochschule beispielsweise als erste Universität in Deutschland auf das BA/MA-System um.

Die Carl von Ossietzky Universität ist ein Musterbeispiel für die Probleme von Frauen, in der Hochschulwelt Karriere zu machen, die es überall gibt. Die Mehrzahl der Studierenden ist weiblich. Bei den Absolventen hält sich die Zahl schon fast die Waage. Promotionen werden dagegen mehrheitlich an Männer vergeben.

www.uni-oldenburg.de

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